Drei thematische Stränge von Learn2Teach

Dem Projekt liegen drei thematische Stränge zugrunde. Erstens zielt es darauf ab, der zunehmenden Notwendigkeit guter IT Fähigkeiten (1) in dem Feld der sozialen Medien, sowohl für Schüler als auch für Lehrer, zu genügen. Zweitens leistet es einen Beitrag zur Verbreitung des Nutzens des pädagogischen Wertes (2) der sozialen Medien für Lehrzwecke und damit der Aufnahme innovativer Lehrmethoden in Schulen und Universitäten. Drittens wird das Ergebnis des geplanten Projekts ein Instrument zur Bekämpfung der digitalen Kluft in Europa sein und es wird einen Beitrag zur eInclusin (3) junger Leute als Teil der digitalen Gesellschaft, gegenwertig genannt „soziale Medien“, leisten.

(1)   In dem Projekt werden soziale Medien als neue Kommunikations- und Kooperationsmuster gesehen, die die Art und Weise wie Europäer arbeiten, kommunizieren und lernen verändern werden. Doch gegenwärtig, wie die Diskussion über Datensicherheit auf Facebook zeigt, mangelt es jungen Menschen am richtigen Einschätzungsvermögen der Risiken dieser Art der Kommunikation. Die hierfür benötigten Kompetenzen werden nicht im heutigen Computer Unterricht an Schulen gelehrt, denn soziale Medien werden gemeinhin zwar als neue Technologie aber nicht als neues Kommunikationsmedium verstanden. Soziale Aspekte der Internet Nutzung werden nicht ausreichend im Computer-Unterricht oder anderen Zusammenhängen behandelt. Auch Lehrern scheint die Kompetenz zu fehlen, die Anwendungen der sozialen Medien angemessen zu nutzen. Doch die teilnehmenden Schulen sind sich einig, dass Lehrer in der Lage sein sollten die große Innovation sozialer Medien im Vergleich zu früheren Kommunikationsmedien zu verstehen, um ihren Unterricht auf die Bedürfnisse einer Welt der Arbeit, Kommunikation und Lehre, die immer mehr soziale Medien nutzt, abzustimmen. Diese Welt trennt immer weniger zwischen Freizeit und Arbeit oder Schule und Zuhause.

(2) Des weiteren fehlt Lehrern oft ein Verständnis für das Potenzial, dass dieses neue Kommunikations- und Zusammenarbeitsmedium für die Lehre in Schulen darstellt. Die pädagogischen Möglichkeiten der sozialen Medien im Schulkontext bleiben nur ungenügend genutzt.

Einige zentrale Fragen:

          • Welches Potenzial haben soziale Medien für  „student driven learning“?
          • Oder learning by doing?
          • Oder Internationale Mobilität von Studenten?
          • Wie verändert sich die Rolle des Lehrers in einem von Studenten gelenkten Lernprozess mittels sozialer Medien?

Wissensgesellschaften werden Antworten auf diese Fragen finden müssen, wenn sie wollen, dass ihre Schulen Jugendliche auf die produktive Nutzung dieser innovativen Technologien vorbereiten. Dieses Projekt wird dazu beitragen diese Fragen zu beantworten, indem es Lehrer befähigt soziale Medien in ihrem Unterricht zu nutzen und ihre Schüler in die richtige Nutzung sozialer Medien einzuführen. Die teilnehmenden Schulen schließen sich der Meinung an, dass soziale Medien ein enormes unerforschtes Potenzial für die Lehre haben und wir wollen dies nutzen, um eine bessere Lehre und Ausbildung für unsere Studenten zu ermöglichen. Gleichzeitig ermöglichen sozialen Medien Vorteile bei:

          • Fernunterricht (freie Entscheidung über wann, wo und wie gelernt wird)
          • Elektronischem lernen (multimedia Anwendungen, hyper textualisation, Kommunikation, Ablage großer Daten, Wissensmanagement), und,
          •  Konstruktivistischer Nutzer-gelenkter Produktion von Inhalten und Kommunikation (aktives Lernen, Interaktion zwischen Schülern, Unterrichtslernen, forschendes Lernen).

(3) Das dritte Ziel deckt die Notwendigkeiten, die im Zusammenhang mit eInclusion stehen, ab. In den letzten Jahren gab es ein vermehrtes Interesse an Richtlinien für eInclusion (2010, Riga Declaration), denn ICT/ Internet wird als Hilfsmittel für individuelle Entwicklung, aktive Staatsbürgerschaft, soziale Integration und Beschäftigungsfähigkeit gesehen. Die EU Ministerkonferenz für eInclusion (Wien, 2008) war ein Versuch die digitale Kluft durch die Förderung von eFähigkeiten zu verringern. Der Ansatz L2T zielt darauf ab, Lehrer dahingehend zu bilden, dass sie ihren Schülern beibringen können soziale Medien für Lernen, Kommunikation, Arbeit und politische Partizipation zu nutzen. Der Vorteil der sozialen Medien ist ihre leichte Handhabung, welche auch Menschen mit geringen IT Kenntnissen die Nutzung sozialer Medien ermöglicht.

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