Projekt „Learn2teach by social web“ auf der CeBit

CeBIT logoSoziale Medien im (Schul)Unterricht – inspirierende Beispiele für den Einsatz von sozialen Medien als Lernort

Das von der EU im Programm Lebenslanges Lernen (Comenius) geförderte und an der Sozialforschungsstelle (sfs), zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Dortmund, durchgeführte Projekt „Learn to teach by socal web“ (L2T) hat seine Ergebnisse auf der CeBit, der weltgrößten Computer-Messe in Hannover, präsentiert. Schüler/innen von Berufskollegs aus sechs Ländern (DE, CZ, DK, IT, UK, ES) stellten einem Fachpublikum von rund 120 Gästen vor, wie Schulunterricht soziale Medien pädagogisch sinnvoll einsetzen kann. Dabei werden soziale Medien (Facebook, Twitter, Wikis etc.) nicht als Technologie verstanden, sondern als neue Form von Kommunikation, Arbeit und Lernen. Entsprechend sollte Schule nicht die Beherrschung der verschiedenen Plattformen  vermitteln, sondern Kompetenzen zum verantwortungsvollen, sicheren und reflektierten Umgang mit sozialen Medien vermitteln.

Der Vortrag im Video bei youtube.

Projektleiter Dr. Bastian Pelka: „Soziale Medien sind für Schüler/innen selbstverständlich und allgegenwärtig. Doch der Lernort Schule spart diese neue Kommunikationsform noch zu oft aus. In diesem Projekt sollen die pädagogischen Vorteile von sozialen Medien ganz praktisch an Hand von Unterrichtsbeispielen aufgezeigt werden.“

Denn gibt es gute Gründe, soziale Medien in der Schule zu thematisieren und im Unterricht einzusetzen. Einige davon:

  • Soziale Medien verändern die Art und Weise, wie wir kommunizieren – Kommunikation erfolgt schnell, kleinteilig, verteilt, öffentlich und verlinkt.
  • Soziale Medien verändern auch die Arbeitswelt – viele Prozesse in „Wissensberufen“ werden über soziale Medien abgewickelt. Auch sie werden schneller und verteilter. „Wissensprodukte“  entstehen schrittweise („inkrementell“) und in Kooperation zahlreicher „Produzenten/innen“. Dies erfordert hohe Medienkompetenzen.
  • Soziale Medien verändern klassische Trennungen wie Arbeitswelt und Freizeit, Content-Ersteller/in und Content-Nutzer/in sowie „Experte/in“ und „Laie/in“. Auch die Beziehung zwischen Lehrenden und Schülern/innen wird sich verändern.
  • Soziale Medien lassen sich als Lernraum begreifen, der Pädagogen/innen zahlreiche Potenziale für selbst gesteuertes Lernen und das Miteinanderlernen öffnet.

Im Projekt L2T entwickeln aktive Lehrende von Berufskollegs aus sechs Ländern Weiterbildungsmaterialien, mit denen sie andere Lehrende für den Einsatz von Facebook und Co im Unterricht inspirieren wollen. Auf der CeBit präsentierten nun Schüler/innen der beteiligten Berufskollegs so spannende Beispiele wie Facebook gestützten Physik-Unterricht, die Nutzung von Youtube im Tourismus-Unterricht oder Twitter bei der Interpretation des Dramas „Macbeth“.

Radio Herford berichtete in einem Beitrag über den CeBit-Besuch der Schüler/innen.

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