L2T Konferenz in Brüssel

Shakespeare auf Twitter – wie soziale Medien im Unterricht pädagogisch sinnvoll genutzt werden können

Dr. Bastian Pelka hält key note bei internationaler Konferenz zu modernen Unterrichtsmethoden:  „Man kann MacBeth auch über Twitter vermitteln“, mit dieser pointierten These eröffnete Dr. Bastian Pelka seine key note beider Konferenz „Social Media in the school. ‘it’s not a technology, it’s about pedagogy’ “ im Ausstellungsraum des „Future Class Room Lab” des europäischen Verbandes der Schulministerien (Eurpean Schoolnet), Brüssel.

Der Raum hätte nicht besser gewählt werden können: Das „Future Class Room Lab” wurde vom europäischen Verband der Schulministerien ausgestattet, um Bildungspolitikers, Schulleitungen und Lehrkräften zu zeigen, wie ein digital vernetzter und inklusiv angelegter Klassenraum aussehen kann: Statt eines großen Klassenzimmers ist der Raum in verschiedene Zonen unterteilt, jede widmet sich verschiedenen Aktivitäts- und Lernphasen. Stühle und Tische lassen sich mühelos rollen, überall sind Projektionsflächen mit den an die Schüler verteilten Tablets verbunden. Kameras, Computer-Spiele und Experimentierecken laden zum Umsetzen von Lernstoff in kleine Projekte ein.

In diesem kreativitätsfördernden Umfeld hatte das European Schoolnet ausgewählte Projekte, die sich mit IT-gestütztem Lernen, beschäftigen, eingeladen. Dr. Pelka präsentierte das Projekt „Learn to teach by social web“ (L2T), bei dem Lehrkräfte aus sechs Ländern Unterrichtsmaterialien entworfen hatten, mit denen sich soziale Medien in den Schulunterricht einbauen lassen. Dabei wird die Technologie nicht als Zweck an sich eingesetzt, sondern als „soziale Innovation“ interpretiert: Als neue soziale Handlungsweise. Diese Neuartigkeit unterstrich Bastian Pelka in seiner key note und stellte Unterrichtsbeispiele vor, bei denen zum Beispiel youtube im Englischunterricht, wikis im Mathematikunterricht oder eben Twitter in Lektürekursen eingesetzt wird. „In einem unserer Unterrichtsbeispiele geht es um das Reflektieren der Handlung von MacBeth“, erklärte Pelka: „Ein Lehrer verteilte die Rollen der Figuren an seiner Schüler und ließ sie unter einem Twitter-Hastag eine Woche lang Tweets aus der Perspektive ihrer Rollen twittern.“ Das Ergebnis waren nicht nur interessierte Schüler, sondern auch ein bemerkenswerter pädagogischer Mehrwert: Die Schüler mussten den klassischen Stoff tatsächlich lesen, um aus ihrer Rolle heraus zu twittern.

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